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Zahnarzt - Dr. medic. stom. RO Stefan Sommer
Tel.: (02204) 6 01 09
E-Mail: dr.stefan@sommer-zahnarzt.de




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Gesundheitsnews



Kindersicherheitstag: Mundschutz hilft Zähnen zu überleben
Klassiker wie Hockey, Kampfsport und Reiten, aber auch die Trendsportarten Inlineskating, Skateboarding und die extremeren Formen des Mountainbiking bergen ein hohes Risiko für Zahnverletzungen. Rund 80 Prozent der Unfälle betreffen die oberen Schneidezähne. Aufgrund der häufig auftretenden Folgeprobleme ist in vielen Fällen eine lebenslange intensive zahnärztliche Betreuung erforderlich.

Die Tage werden immer länger. Bei den hohen Temperaturen sind wieder tausende Sportler auf Rädern, Inlinern und Skateboards unterwegs. Dabei ist naturgemäß Tempo im Spiel. Leider bleibt das nicht immer ohne Folgen. Zahnmediziner registrieren seit Jahren regelmäßige Zahnverletzungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen erleiden Zahnunfälle im bleibenden Gebiss. Die Folgekosten können zwischen 10.000 und 20.000 € betragen. Unter Erwachsenen erleidet jede 10. Person einen Zahnunfall.
Mundschutz schützt Zähne

Dabei gibt es wirkungsvollen Schutz: Mit Mundschutz können Unfälle verhindert werden. „Experten empfehlen, einen individuellen Mundschutz anfertigen zu lassen, statt Schutzschienen „von der Stange“ zu kaufen“, erläutert Dirk Kropp, Geschäftsführer der Initiative proDente. Ein individueller Mundschutz ist deutlich sicherer und vermeidet zusätzliche Verletzungen. Vergleichsstatistiken zeigen, dass das Risiko für Verletzungen an Zähnen, Mund und Kiefern bei Sportunfällen hiermit um 60 Prozent sinkt.
Zahnrettungsbox kann Zähne retten

Oft brechen Stücken des Zahns bei einem Unfall ab. Diese lassen sich meistens wieder ankleben – sofern der Patient das Stück vom Zahn findet und schnell eine Zahnarztpraxis besucht. Die Folge eines Schlags oder Sturzes können aber auch komplett ausgeschlagene Zähne sein. In diesen Fällen geht es um jede Minute, wenn der Zahn gerettet werden soll. Ist der Zahn gefunden sollte er ungereinigt in einer Zahnrettungsbox zum Zahnarzt transportiert werden. Selbst bei diesem  schlimmsten Fall kann ein Zahnarzt ausgeschlagene Zähne wieder einsetzen, sofern er regelgerecht in einer Zahnrettungsbox gelagert wurde. Im Idealfall heilen sie wieder ein. Die Box ist in jeder Apotheke erhältlich. Sollte keine Zahnrettungsbox zur Hand sein, gibt es alternative Transportmöglichkeiten, allerdings mit deutlich verkürzter Lagerungsdauer (30 Minuten bis 2 Stunden). Es eignen sich H-Milch, Speichel (im Gefäß gesammelt), Plastikfolie oder Kochsalzlösung (aus der Apotheke). Ungeeignet sind Wasser, feuchtes Taschentuch, Mundhöhle und Trockenlagerung.



Gepflegter Zahnersatz sorgt für gute Mundgesundheit!
Das Kuratorium perfekter Zahnersatz (KpZ) betont: Die Pflege und Reinigung des Zahnersatzes sind eine wichtige Grundlage für die Gesundheit und für das allgemeine Wohlbefinden - auch im Alter.

„Soll ich meine Zahnprothese jeden Tag reinigen?“ Auf jeden Fall und am besten mehrmals am Tag. Denn wie natürliche Zähne benötigen auch die „Dritten“ eine gründliche Pflege. Egal ob 20 Jahre, 50 Jahre oder 80 Jahre – die tägliche Mundhygiene ist ein wichtiger Baustein für die allgemeine Gesundheit und das Wohlempfinden. Kann ein Patient mit Behinderungen oder Pflegebedarf seine Prothese nur bedingt oder gar nicht selbst reinigen, muss dies unbedingt von Angehörigen oder von Pflegepersonal übernommen werden.

Entzündungsgefahr durch bakteriellen Belag auf der Prothese Das Kuratorium perfekter Zahnersatz (KpZ) rät, herausnehmbare Prothesen nach jeder Mahlzeit – mindestens aber einmal am Tag – dem Mund zu entnehmen und zu reinigen. Natürlich können die künstlichen Zähne keine Karies bekommen. Aber werden die Beläge auf der Prothese nicht regelmäßig entfernt, lagern sie sich – genau wie bei Zähnen auch – auf der Prothese ab. Folge können Mundgeruch, Zahnfleischerkrankungen an den restlichen Zähnen, Entzündungen an der Mundschleimhaut, Knochenrückgang oder damit dann eine unzureichende Passung des Zahnersatzes sein. Die große Gefahr von Entzündungen in der Mundhöhle birgt das Risiko von Folgeerkrankungen. Entzündungsbakterien können über den Mund in den Blutkreislauf gelangen. Studien legen die Vermutung nahe, dass eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparats Arteriosklerose, Diabetes oder Rheuma begünstigt.

Vorbeugen und Pflegen Ein ordentlich gepflegter Zahnersatz beugt Entzündungen vor und schützt vor Belägen, Verfärbungen etc. Um der Bildung des bakteriellen Belages auf Prothesen und Zähnen als Entzündungsauslöser vorzubeugen, ist auch eine mundgesunde Ernährung angeraten; möglichst zuckerfrei. Zudem sollte die Prothese regelmäßig – am besten nach jeder Mahlzeit – gründlich mit einer speziellen Zahnprothesen-Bürste gereinigt werden. Sie hat in der Regel härtere Borsten und oft ein zusätzliches längeres Borstenbüschel. Mit ihr erreicht man alle Stellen an der Prothese. Für die Reinigung ist fließendes klares Wasser empfohlen sowie die Verwendung eines milden Spülmittels. Es ist außerdem ratsam, das Waschbecken mit Wasser oder einem Handtuch zu füllen. Rutscht die Prothese beim Putzen aus der Hand, fällt sie weich und es wird kein großer Schaden entstehen. Das Reinigen der Prothesen-Unterseite ist ebenso so wichtig wie das Putzen der künstlichen Zähne. Auch Zahnfleisch und Zunge wollen gepflegt sein. Für die Zunge gibt es sogenannte Zungenschaber. Das Zahnfleisch „freut“ sich über eine regelmäßige sanfte Massage mit einer weichen Bürste. Setzen sich trotz allem hartnäckige Beläge (Zahnstein) auf dem Zahnersatz fest, sollten diese unbedingt von Fachpersonal entfernt werden! Hier kann das Dentallabor helfen. Der Zahntechniker reinigt und poliert die Prothese mit speziellen Geräten gründlich und fachgerecht. Bei der Prothesenreinigung durch den Zahntechniker wird auch nach Rissen an der Prothese geschaut. Falls tatsächlich Risse vorhanden sind, können diese dann gleich nach Rücksprache repariert werden. Überraschende Prothesenbrüche können so gegebenenfalls frühzeitig verhindert werden.



Treue Parodontitispatienten behalten ihre Zähne länger
Gießener Medizinpsychologin erstellt Studien für Institut der Deutschen Zahnärzte – Teilnahme an Nachsorgeuntersuchungen erhöht Behandlungserfolg bei Parodontitis

Wie steht es um die Sicherung des Behandlungserfolgs bei Parodontitis, also der Erkrankung, die im Erwachsenenalter am häufigsten zu Zahnverlust führt? Welche Bedeutung hat das Patientenverhalten hierfür? Im Auftrag des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) ist die JLU-Medizinpsychologin Prof. Dr. Renate Deinzer gemeinsam mit ausgewiesenen parodontologischen Experten dieser Frage nachgegangen. In drei parallelen Literaturstudien analysierten sie den Stand der Erkenntnis hinsichtlich der Bedeutung der Mundhygiene, der Teilnahme an Nachsorgeuntersuchungen und des Rauchens für den Erfolg der Parodontitistherapie.

Dass eine effektive Mundhygiene zentral für den Behandlungserfolg ist, konnten die Autorinnen und Autoren dabei voraussetzen. Hier galt es zu klären, wie die Mundhygiene von Parodontitispatienten am besten verbessert werden kann. Dazu gibt es erstaunlich wenige aussagekräftige Studien. Diese liefern im Gesamtergebnis erste Hinweise darauf, dass komplexe und umfassende Interventionen, etwa im Sinne einer Patientenschulung, erfolgreicher sind als einfache Hygieneunterweisungen.

Die so genannte unterstützende Parodontitistherapie verfolgt das Ziel, durch regelmäßige Betreuung des Patienten über Jahre hinweg den parodontalen Behandlungserfolg auf Dauer zu sichern. Insofern verlangt sie vom Patienten ein hohes Maß an Therapietreue. Diese scheint sich allerdings auch auszuzahlen. Das Ergebnis der Metastudie zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen der Therapietreue und der Vermeidung des Zahnverlusts. Dennoch merken die Autoren kritisch an, dass vorausschauende Studien auf hohem Evidenzniveau noch fehlen, um tatsächlich von einem ursächlichen Zusammenhang zwischen Therapietreue und niedriger Zahnverlustrate sprechen zu können.

Dass Rauchen die parodontale Gesundheit beeinträchtigt, ist ebenfalls unumstritten. Inwieweit es aber auch den Behandlungserfolg bei einer Parodontitistherapie beeinträchtigt, ist bislang kaum untersucht. In ihrer Literaturübersicht finden die Autoren zwar einige erste Zusammenhangsanalysen, die auch einen Trend in die erwartete Richtung zeigen, aber noch nicht ausreichen, um zu eindeutigen Schlussfolgerungen zu kommen.

In der Summe kommen die Autorinnen der drei Literaturstudien zu dem Ergebnis, dass es in allen drei Bereichen noch erheblichen Forschungsbedarf gibt. Sie zeigen deswegen in ihren Literaturanalysen auch auf, wie entsprechende Studien aussehen müssen und welches Forschungsinvestment hier nötig sein wird. Einzelne Forschungseinrichtungen können derart komplexe Studien allein weder organisatorisch noch finanziell stemmen, da große Probandenkollektive über einen langen Zeitraum beobachtet werden müssen. „Da es sich bei der Parodontitis um weltweit die siebthäufigste chronische Erkrankung handelt, ist es nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht, sondern auch aus dem Blickwinkel der öffentlichen Gesundheitsfürsorge von großem Interesse, dass hierfür entsprechende öffentliche Forschungsgelder bereitgestellt werden“, sagt Prof. Deinzer.